Glossar

Eine der wichtigsten Eigenschaften des (Corporate-) Designers ist es, seine visuelle Übersetzung der zu kommunizierenden Botschaften und Werte möglichst plausibel verständlich zu machen.

Die am Design- oder Brandingprozess beteiligten sind durch unterschiedliche Sichtweisen und verschiedene kulturelle und gesellschaftliche Kontexte geprägt. Begriffe, die Werte und Unternehmenskultur zum Ausdruck bringen, müssen für alle Beteiligten eindeutig und verbindlich gemacht werden.

Die folgenden Begriffserklärungen umfassen einen Basiswortschatz für die einvernehmliche und effektive Kommunikation  zwischen Kunden und Experten. Die Sammlung wird stetig aktualisiert, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Packaging Design

Konzeption, Design und Gestaltung von Produkt-Verpackungen.

Panel

Wiederholte Befragung einer immer gleichen Personengruppe zu einem Themenkomplex.

Parameters of Relevance

Die Grenzen, bis zu denen eine Marke jenseits ihrer Kernkompetenz ausgedehnt werden kann, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Beispiel für eine starke und trotzdem glaubwürdige Ausdehnung ist die Firma Caterpillar, die neben ihrer Kernkompetenz "Baufahrzeuge" auch im Modebereich Fuß gefasst hat(siehe: Brand Extension).

Parent Brand

Eine starke Marke, die zum einen die Möglichkeit hat, ein Produkt oder eine Dienstleistung allein zu repräsentieren, und zum anderen die Fähigkeit, andere Produkte unter unter ihrem "Dach" aufzunehmen und zu unterstützen (siehe: Masterbrand, Monolithic Brand).

Pasigrafie

(Griechisch: pan/pas- = alle + graphein = schreiben). Die Pasigrafie ist ein Schriftsystem, das für Menschen der unterschiedlichsten Sprachen verständlich sein will.

Perceptual Mapping

Graphische Analyse und Darstellung der Relation zwischen aktueller und potenzieller Positionierung (siehe: Positioning) im Vergleich zu anderen. Meist handelt es sich hierbei um zweidimensionale Darstellungen, bei denen z.B. das Verhältnis zwischen Preis und Qualität gezeigt wird.

Persona-Koncept

Das Persona-Konzept nach Alan Cooper kommt aus der Softwareentwicklung und ist heute ein gängiges Modell für die Technische Dokumentation. Personas sind hypothetische Nutzer mit verschiedenen Eigenschaften und Verhaltensweisen, die eine bestimmte Nutzergruppe repräsentieren.

Ping

Die Diagnose-Software Ping sendet eine Serie von „Echo Nachrichten“ an entfernte Host-Computer und überprüft damit deren Aktivitätsstatus.

Point of Difference

Ein Unterscheidungsmerkmal, das ein Produkt von vergleichbaren Produkten unterscheidet und hervorhebt.

Point of Experience (POE)

Gesamtheit der Medien, über die Konsumenten mit einem Unternehmen in Berührung kommen.

Point of Purchase (POP)

Der Ort des Einkaufs.

Point of Sale (POS)

Der Ort, an dem die Produkte eines Unternehmens verkauft werden. Er ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Käufer und Produkt. Daher muss der POS visuell perfekt auf die Markenwelt des Produktes abgestimmt sein.

Polaritätenprofil

Dient der Erfassung von Soll- und Ist-Merkmalen einer Unternehmens- oder Produktidentität. Es erfasst die individuelle Wahrnehmung durch die befragten Personen. Grundlage sind gegensätzliche, eindeutig polarisierte Begriffspaare. Die Begriffe werden in ihrer Bedeutung assioziativ und nicht begrifflich verstanden.Das Bedeutungsspektrum der einzelnen Begriffspaare ist dabei eindeutig und eng gefasst. Beispiele für Begriffspaare sind: groß und klein, stark und schwach, nah und fern etc. Der Befragte wählt auf einer Skala zwischen den Begriffen eines Paares einen Wert. Die Kulminierung der Profilkurven mehrerer Befragter ergibt einen Mittelwert, wobei Extremwerten die größte Bedeutung beigemessen wird. Werden diese Werte von der Mehrzahl der Befragten getragen, handelt es sich um ein konsistentes Merkmal der Unternehmen- oder Produnktidentität.

Positioning

Die Zuordnung von Merkmalen zu Vergleichsobjekten durch die Käufer im Zielmarkt (siehe: Target Market).

Positioning Statement

Eine Aussage, die die Positionierung eines Unternehmens beschreibt, welchen Nutzen und welche Vorteile es gegenüber der Konkurrenz bringt.

Power Branding

Eine Markenstrategie, bei der jedes Unternehmensprodukt eine eigene Marke besitzt, die weder von anderen Produkten noch dem Unternehmen gestützt wird. Diese Strategie wird hauptsächlich von Herstellern von Konsumgütern angewandt (siehe: Monolithic Brands, Endorsement).

Private Brand, Private Label

Produkt oder Marke eines Handelsunternehmens, dass auch von z. B. Supermärkten gekauft wird und unter jeweils eigenem Namen in den Handel kommt.

Product Brand

Eine Marke, die sich auf ein einzelnes Produkt bezieht.

Product Placement

Der offensichtliche und geplante Einsatz eines Markenartikels innerhalb Filmes oder Events.

Promotion

Maßnahmen zur Bekanntmachung eines Produkts und seiner Vorteile z. B. Veranstaltungen, Straßenaktionen, Gratis-Proben etc.

Public Reiations

Öffentlichkeitsarbeit durch gezielte Ansprache von Partnern, Kunden, Investoren etc.. Ziel von PR ist meist Steigerung der Bekanntheit eines Unternehmens sowie der Gewinn von öffentlichem Vertrauen und Verständnis.

Push-Strategie

Bei dieser Absatzstrategie werden große Mengen eines Produktes an den Handel abgegeben. Das Wecken eines Bedürfnisses beim Kunden muss durch den Handel erfolgen.

Pull-Strategie

Absatzstrategie, bei der der Kunde, durch eine von Marketingmaßnamen generierte Sog-Wirkung das Produkt von sich aus verlangt. Der Handel muss in diesem Fall relativ wenig für den Absatz tun.